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Selbstverrat, um anderen zu gefallen

Was mir an diesem Podcast mit dem bekannten französischen Fußballstar Thierry Henry gefallen hat, ist die Klarheit und Ehrlichkeit, mit der er beschreibt, wie er sein ganzes Leben gelebt hat, um Anerkennung von seinem Vater zu bekommen, die ihm aber vom Vater immer verwehrt wurde. Im Vergleich dazu haben alle internationalen Erfolge nichts gezählt.


Was im Podcast so transparent wird ist, wie sehr frühkindliche Prägungen dazu führen, dass wir alles dafür tun, um anderen zu gefallen und uns selbst dabei völlig vergessen können. Ein kritischer Elternteil erzeugt einen inneren Kritiker, der auch noch die Wahrnehmung des Erwachsenen bestimmt.


Das Selbst verschwindet dabei. So hat Thierry Henry, der Mensch, im Versuch das darzustellen, was andere von ihm erwarten, kaum existiert. Seine äußere Existenz war wie eine Tarnkappe, unter der er sich versteckt hat.


Zudem hat er früh gelernt, einem Männerbild zu genügen, das ihn völlig von seinen eigenen Gefühlen getrennt hat. Er ist nur mit einer Maske mit der Welt in Kontakt getreten, bis etwas sein Leben nachhaltig verändert hat und er auf einen anderen Weg gekommen ist.


Seitdem muss er nicht mehr verstecken, wer er ist und wie er sich fühlt. Und genau das hat zu diesem berührenden Podcast geführt.


Zu wissen, wer ich bin und was ich fühle, ist der einzige Weg, wie ich lebendig und in Beziehung sein kann. Dafür ist Thierry Henry's persönliche Geschichte ein sehr beeindruckendes Beispiel.




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