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Ein mitfühlender Gefährte

Die heutige Meditation "Ein mitfühlender Gefährte" ist eine großartige Ressource, wenn es darum geht, Halt zu finden. Vor allem, wenn ich den Halt in diesem Moment nicht in mir selbst finden kann.


In der Meditation baue ich mir eine sichere Welt, tauche ganz in die Bilderwelt meines Unbewussten ab und finde dort Halt durch einen mitfühlenden Gefährten, was zu einer tiefen Beruhigung und Gefühl der Geborgenheit führt.


Um mich selbst mögen zu können, muss ich die Erfahrung gemacht haben, dass mich jemand anderer mag. So baut sich mein Selbstbild in der Kindheit auf und dieses Selbstbild bleibt bestehen, wenn ich erwachsen bin. Hatte ich in meiner Kindheit das Gefühl, so wie ich bin, nicht genug und nicht liebenswert zu sein, wird mich dieses Gefühl auch als Erwachsener begleiten. Es fehlt dann ein Urvertrauen in mich selbst und gleichzeitig die Fähigkeit, anderen in der Tiefe vertrauen zu können.


Die heutige Meditation hat die Kraft, etwas von dem zu heilen. Denn in der Meditation komme ich auf eine Ebene, in der ich dieses Urvertrauen, das Loslassen in vollem Vertrauen erleben kann. Und so kann ich in einen tiefen Frieden finden.


Die Wirkung der Meditation ist tief. Bin ich gerade in einer für mich schwierigen Phase, kann ich die Meditation auch öfter wiederholen, bis der Gefährte, der mir Halt gibt, auch außerhalb der Meditation so präsent für mich ist, dass ich die Wirkung spüre und mich verbunden fühle.


Es gibt viele Menschen, die dieses Gefühl gar nicht kennen. Die als Kind nie in einer Umgebung waren, die Halt, Sicherheit und Geborgenheit zur Verfügung gestellt hat.


Daher ist die Meditation auch so ausgelegt, dass der mitfühlende Gefährte kein Mensch sein muss. So kann ich in der Meditation auch dann Halt finden, wenn ich gelernt habe, dass ich Menschen nicht vertrauen kann.


Je mehr ich mich innerlich anlehnen kann, umso gestärkter gehe ich wieder in mein Leben. Man kann als Mensch nur Halt geben, wenn man selbst Halt bekommen hat. Das ist ein Kreislauf.


Und es ist nie zu spät, sich den Halt zu holen, den man in sich braucht.




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