Mir ist nichts eingefallen


Seit über zwei Jahren schreibe ich jede Woche einen Beitrag in meinen Blog.


Gestern ist mir nichts eingefallen. Alles woran ich denken konnte, klang für mich wie eine Wiederholung von Dingen, die ich schon zehn Mal so oder so ähnlich geschrieben habe.


Meine Frau hat dann gesagt, "dann schrieb doch einfach nichts. Schreib in den Newsletter, mir ist nichts eingefallen. Das fände ich cool".


Daraufhin bin ich frustriert laufen gegangen.


Während des Laufens konnte ich der Idee meiner Frau mehr und mehr zustimmen. Ich hab mich aus der Selbstverpflichtung genommen. Ich fand es jetzt auch cool dazu zu stehen, daß mir nichts einfällt.


Dann ist mir etwas aufgefallen


Auf einmal war ich raus aus dem Kopf und dem ständigen Denken und dem Suchen und dem Widerstand gegen die Leere in mir.


Auf einmal konnte ich den Frühling sehen. Auf einmal hat mich jeder Song über meine Kopfhörer komplett emotional erreicht und ich bin von einem Gefühl ins andere gekommen.


Ich habe gelächelt, gelacht und ich hatte Tränen in den Augen und die Welt hat sich gut angefühlt.


Einfach weil ich mich in dem Moment so sein lassen konnte wie ich bin, statt mich anders haben zu wollen.


Es ist eine so einfache Lektion: Wenn ich mir erlaube so zu sein wie ich bin, kann ich mich wieder mit dem Augenblick verbinden und werde lebendig.


Es ist eine der schwierigsten einfachen Lektionen, die ich kenne.


Und zum Glück gibt es immer wieder Menschen, die einem helfen zu erkennen, daß es okay ist, so zu sein und sich so zu fühlen, wie es gerade ist.