Warum Schlaf so wichtig ist


Warum Schlaf so wichtig ist - Achtsamkeit Blog

Wenn wir zu viel Stress haben - zu viel im Kopf - wo wir generell das Gefühl haben, daß alles zu viel ist, wirkt sich das oft auf unseren Schlaf aus.

Wir können nicht einschlafen, weil ständig noch etwas in uns arbeitet - wir aus dem Grübeln nicht rauskommen. Oder wir schlafen gut ein, wachen dann aber ständig auf und haben quälende Gedanken, die sich mit Traumwahrnehmungen mischen.

Oder der Schlaf ist generell so unruhig und leicht, daß wir das Gefühl haben gar nicht geschlafen zu haben.

Wenn wir nicht gut, tief und ausreichend schlafen können, erhöht das unser Überforderungsgefühl. Denn Schlaf ist ganz wesentlich mitverantwortlich dafür, daß wir unsere Alltagserfahrungen einordnen und verarbeiten können.

Das Gefühl des "zu viel" ist also ernst zu nehmen. Zu viel läßt sich nachhaltig nur durch ein Mittel reduzieren - durch weniger.

Bevor ich dazu komme, was im Schlaf passiert, ein Blick darauf was hilft einzuschlafen.

Die Frage warum Schlaf so wichtig ist, beantworte ich also erst ganz am Schluss dieses Eintrags. Ein kleiner Hinweis für alle, die gern nur das Ende lesen wollen....

Was hilft einzuschlafen ?

a) Der Körper

Wenn wir nicht einschlafen können, dann liegt das vornehmlich daran, daß wir zu viele Streßhormone in unserem System haben. Streßhormone führen zu Anspannungen im Körper. Dadurch können wir dann nicht die nötige Entspannung finden, die für das Einschlafen nötig ist - weder körperlich noch psychisch..

Streßhormone sammeln sich durch ungelöste Konflikte in uns. Solange wir nicht die Zeit haben uns wieder zu ordnen und die Situation gut in uns zu verarbeiten, bleibt der Stresslevel hoch.

Eine Methode Streßhormone schnell im Körper abzubauen ist jede Art von körperlicher Verausgabung. Auch wenn es im Tagesrhythmus ungewohnt ist - vor dem Schlafen Laufen zu gehen - oder um 3h00 früh - wenn man aufwacht und ohnehin nicht mehr einschlafen kann - es hilft laufen zu gehen. Am besten so, als würde man um sein Leben rennen.

Körperliche Flucht oder Kampf sind bis heute unsere zwei Reaktionsmuster in Konflikten. Beides ist sozial in unserer Gesellschaft meist nicht machbar. Wenn wir körperlich flüchten oder kämpfen könnten, wären wir nach dem Konflikt nicht mehr gestresst.

Der Körper macht keinen Unterschied, ob der Konflikt schon ein paar Stunden her ist. Es wirkt auch, wenn man Stunden später laufen geht oder sich sonst irgendwie körperlich verausgabt. Auch regelmäßiges Laufen, Tennis, Squash Ski fahren - was auch immer ist eine gute Methode um sich wieder zu entspannen.

Ist der Körper entspannt, entspannt sich auch die Psyche.

b) Die eigene Ineffizienz anerkennen

Der erste Schritt dazu wieder tiefen und ruhigen Schlaf zu finden ist anzuerkennen, wie ineffizient man ist, wenn man überfordert ist. Wie lange alles dauert und wie anstrengend es ist. Vor lauter äußeren Aufgaben findet man nicht mehr zu sich. Es ist dann fast unmöglich die eigenen Bedürfnisse überhaupt wahrzunehmen und ihnen auch einen Platz zu geben. Oder anders gesagt, mit sich selber wertschätzend umzugehen.

Wenn uns schon längst alles zu viel ist, sitzen wir oft noch ein, zwei Stunden vor dem Computer - merken dabei, daß eigentlich gar nichts mehr geht - und drücken es dennoch durch. Die gleiche Arbeit am nächsten Tag - ausgeschlafen und frisch, dauert vielleicht nur fünf Minuten - und alles ist erledigt. Aber es fehlt in der Überforderung der Horizont das noch wahrzunehmen.

Außerdem sind wir in der Überforderung viel leichter reizbar. Das führt neben dem inneren Konflikt die Dinge nicht zu schaffen auch zu vielen äußeren Konflikten, die sich dann zusätzlich noch stapeln. Das wiederum erhöht die Überforderung und den Stress. Dieser Kreislauf führt leicht in die völlige Erschöpfung und in den Burnout.

Es sein denn, man schafft es weniger Input zuzulassen. Aber wie?

c) Weniger Input !

Wenn alles zu viel ist, ist weniger Input die einzige Methode, die es unserem System wieder erlaubt sich zu ordnen und die Dinge des Tages zu verarbeiten.

Die erste Reaktion auf diesen Satz wird vielleicht sein, daß man das "zu viel" aber nicht reduzieren kann - es ist nun mal zu viel Arbeit da - zu viele Menschen, die etwas von einem brauchen oder wollen.