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Lebe ich, was mir wichtig ist?

  • 8. Mai
  • 3 Min. Lesezeit

Ich habe vor Kurzem ein Zitat gelesen: "Wenn ein Fremder deine täglichen Gewohnheiten sehen würde, was würde er glauben, dass deine Prioritäten im Leben sind?"


Interessant ist bei dieser Frage natürlich - was passiert, wenn ich da selbst mal auf mein Leben schaue? Was wird mir dann über mich und meine Prioritäten klar? Lebe ich eigentlich so, wie es mir entspricht?



Wenn ich das Produkt meiner Gewohnheiten bin, dann ist die simple Frage, ob mich meine Gewohnheiten mit dem verbinden, was mir im Leben wichtig ist. Gewohnheiten laufen unbewusst ab. Im Autopilotmodus wiederholt unser Gehirn immer wieder das, was uns vertraut ist. Das bedeutet aber nicht, dass uns diese Dinge auch gut fühlen lassen.


Fokus auf das, was mir wichtig ist


Wenn ich ein Leben haben möchte, das mit mir im Einklang ist, dann wird die Frage, was mir im Leben wichtig ist, ganz zentral. In der Schnelligkeit des Lebens und dem ständigen Reagieren auf Aufgaben und mit all den Reizen, die uns umgeben, vergehen schnell Jahre, in denen das, was uns wirklich wichtig ist, gar nicht mehr vorkommt.


Wenn ich nicht den Konzepten und Ideen anderer folgen möchte, sondern ein Leben leben möchte, das mir entspricht, dann ist es wichtig, dieser Frage richtig Raum zu geben.


Je mehr Raum du dieser Frage gibst und sie in alle Lebensbereiche hinein wirken läßt, umso klarer wird dein Fokus.


Entspricht meine Arbeit dem, was mir in meinem Leben wichtig ist? Entsprechen meine Beziehungen dem, was mir in meinem Leben wichtig ist. Ist mein Leben voller Erlebnisse, die mir wichtig sind? Und wenn es nicht so ist, wie kann ich meine Gewohnheiten so ändern, dass das, was mir wichtig ist, mehr Platz bekommt?


Wenn ich das wichtig nehme, was mir wichtig ist, dann nehme ich mich selbst wichtig. Diese Arbeit kann niemand für mich machen. Ich bin der einzige Mensch, der diese Dinge für mich erkennen kann.


Welche Qualitäten möchte ich in meinem Leben haben? Wer sind meine Vorbilder? Wie würde ich gern sein? Was würde ich gern erleben?


Vorbilder haben Gewohnheiten


Wir sehen bei Vorbildern oft das Ergebnis ihrer Gewohnheiten. Dadurch entsteht das Gefühl, dass sie einfach so sind. Dass sie einen leichten Weg dort hin gehabt haben. Dass sie "Talent" haben. Begabt sind.


Aber was ich immer wieder in Biografien entdecke, ist, dass es nur einen Weg gibt, etwas zu erreichen, das einem wichtig ist. Und das ist, die eigenen Gewohnheiten so auszurichten, dass sie dem dienen, was einem wichtig ist. Je mehr Übung ich darin bekomme, umso erfolgreicher werde ich darin sein. Das gilt für motorische Fähigkeiten im Sport genauso wie für menschliche Eigenschaften und persönliche Ziele.


Welche Gewohnheiten haben die Menschen, die so sind, wie ich gern wäre. Wie viel Zeit haben sie darin investiert? Diese Gewohnheiten im eigenen Leben zu installieren und sie beständig zu einem Teil der eigenen Identität werden zu lassen, ändert, wie ich mich selbst sehe und wie mich andere wahrnehmen.


Folge ich dabei dem, was mir wichtig ist, werde ich Stück für Stück mehr ich selbst und komme Stück für Stück in ein Leben, das mir entspricht.


Ausdauer


Unsere Welt wird immer schneller, wir werden immer gestresster. Und es gibt immer mehr Angebote, die einem versprechen, ganz einfach und ganz schnell ganz großartige Schritte zu machen. Mit solchen Versprechungen kann man gut Geld verdienen. Aber wirkliche und nachhaltige Änderung braucht immer Ausdauer, Zeit, Wiederholung, ein tiefes in Beziehung gehen mit den neuen Gewohnheiten.


Wenn ich glaube, ich mache einfach die Augen zu und wünsche mir was, wird es nicht geschehen. Ich sehe in den letzten Jahren, dass die Ausdauer weniger wird. Die innere Ruhe, sich wirklich hinzusetzen, ernsthaft zu sich zu kommen und zu schauen, was mir wichtig ist und wie ich meine Gewohnheiten daran ausrichten kann. Leider.


Ich hoffe, dieser Beitrag ist eine Inspiration, deinen eigenen Weg und dich selbst wichtig zu nehmen.


Erfolg


Erfolg ist eine sehr subjektive Kategorie. Für mich hat das Thema Erfolg nichts mit äußeren Kategorien zu tun. Erfolg heißt für mich, dass mein Handeln die Folgen hat, die ich mir wünsche. Ich kann ein bescheidenes und einfaches Leben führen, das nach äußeren Maßstäben nicht erfolgreich ist. Aber wenn es dem entspricht, was mir wichtig ist, ist es aus meiner Sicht der größte vorstellbare Erfolg.


So gibt es im Leben immer inneren und äußeren Reichtum. Äußerer Reichtum zählt nichts, wenn der innere Reichtum fehlt. Umgekehrt ist es anders.



Übung:


Der Beitrag beinhaltet dieses Mal schon die Übung. Sei dir selbst wichtig, nimm dir Zeit, ruhig ein paar Stunden oder ein paar Tage, um mit dem Kontakt aufzunehmen, was dir wirklich wichtig ist.


Je tiefer du in diese Frage eintauchst, umso klarer wird dir, wie du deine Gewohnheiten ändern möchtest, damit dein Leben mehr und mehr dem entspricht, was dir wichtig ist.



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