Atemübungen gegen Angst und Stress Teil 4 - Atem beruhigen
- vor 57 Minuten
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Ich ergänze meine Reihe zu den Atemübungen noch ein bisschen. Es ist immer gut, eine Bandbreite an Methoden zu kennen, um für sich selbst herauszufinden, was funktioniert für mich persönlich oder was finde ich für mich in einer bestimmten Situation als hilfreich, in einer anderen Situation möchte ich aber gerne etwas anderes machen.

Heute stelle ich eine Methode zur Atemberuhigung vor, die meine persönliche Lieblingsmethode ist, um gleichzeitig meinen Atem und auch meine Emotionen zu beruhigen.
Gewohnter Atemrhythmus
Jeder von uns hat einen gewohnten Atemrhythmus. Dieser Rhythmus führt zu einer gleichmäßig guten Versorgung des Körpers mit Sauerstoff. Dabei ist er aber relativ flach und schnell. Wir können viel ruhiger atmen, ohne dass es zu einem Mangel an Sauerstoff kommt. Wichtig dafür ist nur, dass bei der folgenden Atemübung keine anstrengende Körperaktivität stattfindet, denn dafür müßte der Körper automatisch auf das Einatmen größerer Mengen Sauerstoff umschalten.
Die Technik
Ich lenke beim Einatmen und beim Ausatmen meinen Fokus auf eine Körperwahrnehmung. Ich warte, bis in meinem Körper der Impuls zum Einatmen oder der Impuls zum Ausatmen kommt. Erst dann mache ich den jeweiligen Atemzug.
In der Regel stelle ich dabei fest, dass mein Atemfluss wesentlich ruhiger, die Atemzüge wesentlich länger werden. Durch diese Vertiefung und Beruhigung des Atems, sammle ich mich innerlich, komme in eine tiefe Ruhe und Verbindung mit meiner Intuition, steigere meine Fähigkeit, zu fokussieren und mich einer Sache zu widmen.
Das alles passiert ganz automatisch, solange ich mit geschlossenen Augen darauf achte, erst wieder ein- oder auszuatmen, wenn der Impuls dazu aus meinem Körper kommt.
Durch die Verankerung in der sinnlichen Wahrnehmung steige ich auch bei dieser Atemübung automatisch aus meinen Gedankenkreisen und Grübeleien aus.
So gibt es auch bei dieser Atemübung durch einen einfachen Fokus eine ganze Reihe von guten Wirkungen, die sich von allein einstellen.
Übung:
Probiere für dich diese Atemübung aus. Egal, ob zu Hause, im Zug, an einem See liegend, in einer Pause bei der Arbeit.... Schaue, was sie für dich tut und wann du sie gerne einsetzt.
Oft schieben wir etwa Arbeiten auf, die wir machen müssen, die aber mit Widerständen und Ängsten verbunden sind. Diese Atemübung eignet sich wunderbar dafür, um diese Widerstände und Ängste deutlich zu reduzieren.
















