MEINE SÜCHTE HABEN

MICH IM GRIFF

22. Mai / 29. Mai

Zwei Abende, jeweils von 18h30-21h00

60.- Euro

Bitte auf Kleidung achten, die bequemes Sitzen erlaubt

 Markhof, Markhofgasse 19,

1030 Wien

Der Workshop findet im Raum "Colab" statt. Nach dem Eingang bitte die Stiegen in den ersten Stock hinauf gehen.

Buchung

Wenn Sie am Workshop teilnehmen möchten, schicken Sie mir bitte eine Email mit dem Workshopnamen und ihrer Rechnungsadresse. Sie bekommen dann von mir eine Bestätigung über Ihren Platz.

Erste Bank

IBAN: AT72 2040 4015 0043 2591

Verwendungszweck: Der Name des Workshops

Besten Dank

Dirk Meints (Kursleitung)

ÜBER DIESEN WORKSHOP

Suchtverhalten kennen wir alle in der einen oder anderen Form. Süchte können im Alltag oft ziemlich schnell ein Eigenleben entwickeln:  Internet, Essen, Fernsehserien, Whatsapp, Social Media, Youtube, Zigaretten, Alkohol, Computerspiele, Zucker, Sport, Nachrichten schauen im Internet und so weiter.

Ich habe jahrelang gedacht, daß ich gar keine Süchte habe. Daß es keine Dinge gibt, die ich irgendwie zwanghaft mache. Bis ich irgendwann drauf gekommen bin, daß sie ein so selbstverständlicher Teil meines Lebens sind, daß sie mir gar nicht aufgefallen sind.

WO SIND WIR SÜCHTIG?

 

Solche unauffälligen Süchte gibt es, und solche, die uns ganz bewußt sind. Gegen die wir in irgendeiner Form immer wieder ankämpfen. Jeder kennt das Gefühl bei bestimmten Dingen nicht widerstehen zu können. Mich kostet es echt Kraft an einem Zuckerlgeschäft vorbei zu gehen, ohne mir dort Lakritze zu kaufen. Es ist für mich gar nicht einfach, einen Vormittag ohne Tee oder Kaffee mit Zucker auszukommen und jahrelang war es für mich ganz normal bei sozialen Anlässen ohne Ende zu essen. Das ist mir zwar aufgefallen, aber ich wußte nicht, warum ich das tue. Früher hab ich abends Computerspiele gespielt, wenn es mir nicht gut ging, oder ich habe beim Arbeiten am Tag zehn mal Nachrichten im Internet gelesen. 

 

Bei den Süchten der anderen lächelt man oft - kann nicht verstehen, wie man bestimmten Dingen nicht widerstehen kann. Aber bei den eigenen Süchten geht es einem genauso. Man kommt nicht von ihnen los. Sie können sich anfühlen wie ein Gefängnis.

DIE URSACHE VON SÜCHTEN

 

Wenn man achtsam auf die Ursache von Süchten schaut, entdeckt man, daß sie alle einen gemeinsamen Nenner haben. Die Sucht ist nicht die Ursache, sondern das Symptom. Daher geht es bei Sucht darum eine andere Haltung der Ursache gegenüber einzunehmen, statt das Symptom zu bekämpfen.

 

So führt auch Willenskraft bei Sucht nur zum Gegenteil von Lösung, weil sie die Ursache nicht berührt. 

 

WAS ICH WIRKLICH BRAUCHE

Ich konnte durch Achtsamkeit für mich einen ganz anderen Umgang mit meinen Süchten lernen. Ich sehe Sucht heute als einen Hinweis darauf, daß mir etwas fehlt - ein wichtiges Bedürfnis nicht gestillt ist. Und damit ist Sucht heute für mich kein Feind mehr, sondern eine Hinweistafel, die mich dazu bringt hinzuschauen was ich wirklich brauche.

ZIEL DES WORKSHOPS

Dieser Workshop behandelt thematisch große und kleine Süchte gleichwertig.  Es ist mir bei diesem Thema besonders wichtig darauf hinzuweisen, daß jeder für sich mit seiner Sucht ganz anonym bleiben kann. Niemand muß in der Gruppe benennen was sein Suchtthema ist. Wichtiger ist, Kontakt damit aufzunehmen, wie es einem mit dem mitgebrachten Thema geht.

Es geht bei den beiden Workshops nicht darum ab Stunde eins mit dem Suchtverhalten aufzuhören. Es geht darum sich in seinem Verhalten genau wahrzunehmen. Dadurch wird die Aufmerksamkeit vom Symptom weg auf die Ursachen gelenkt. 

Dieser Workshop nimmt nicht für sich in Anspruch Sucht in zwei Wochen zu heilen - aber er kann ein wesentlicher Schritt dahin sein mit dem Thema Sucht im Leben aus einem tieferen Verständnis heraus nachhaltig anders umzugehen.

Wer in den Prozeß der Aufarbeitung der Ursachen ein bißchen tiefer eintauchen möchte, dem empfehle ich sich die Beschreibung des Workshops "Meinem Inneren Kind begegnen" anzuschauen. Ich habe die Workshops so konzipiert, daß man teilweise in Folgeworkshops Themen vertiefen kann. Das würde sich bei den zwei Themen anbieten.

INHALT DER EINZELNEN ABENDE

 

1. Abend

In Block 1 geht es darum ganz genau damit in Beziehung zu gehen was da eigentlich passiert in uns, wenn Sucht ins Spiel kommt. Wie geht es uns, bevor wir zum Suchtmittel greifen. Was passiert mit uns, wenn wir zum Suchtmittel greifen, und wenn wir es länger als geplant nutzen - und wie geht es uns danach. Diese Beobachtung führt dazu, daß Aspekte des eigenen Handelns ins Bewußtsein kommen, die sonst unbewußt ablaufen. 

Die Hausübung für die erste Woche liegt in der genauen Erforschung der Phase, bevor wir zu einem Suchtmittel greifen. Was wir da fühlen, denken und in unserem Körper wahrnehmen ist die Basis für den zweiten Teil des Workshops.

2. Abend

Block zwei erarbeitet Stück für Stück eine neue Haltung gegenüber der Sucht. Die besteht im Erkennen des Bedürfnisses, das hinter der Suchthandlung steht -  und in der Anerkennung, daß dieses Bedürfnis und die damit einhergehenden Gefühle angemessen und gut sind.  Wir machen gezielte Übungen dafür mit Spannungszuständen umzugehen, die einer Suchthandlung voraus gehen. 

Wenn wir uns in unseren nicht gesehenen Gefühlen und Bedürfnissen selber Halt geben können, wird die Sucht überflüssig.