Asoziale Netzwerke

31.01.2019

Wir haben heute eine Vielzahl sozialer Netzwerke. Facebook, Twitter, und deren Verwandte. Doch bei genauerem Hinschauen ergibt sich ein umgekehrtes Bild. Die sogenannten sozialen Netzwerke sind eigentlich asoziale Netzwerke.

 

Sozial ist für mich die wirkliche Begegnung mit einem wirklichen Menschen. Sich in die Augen schauen, sehen und spüren wie es dem anderen geht und sich selber mitteilen. Eine wirkliche Begegnung beinhaltet eine Wirklichkeit, die sich nicht schönt. Sich zeigen können wie man ist, mit allem was dazu gehört, das ist Beziehung.

 

Soziale Netzwerke verführen dazu von uns nur eine retouchierte Wirklichkeit zu zeigen. All das wo wir toll und schön sind und wo wir besondere Dinge erleben. Alles andere verstecken wir. Und dabei wissen wir nur zu genau daß wir nicht immer toll und auch nicht immer besonders und originell sind. Es entsteht ein seltsam verzerrtes Bild von Wirklichkeit. Man sieht die anderen, die immer so toll sind, vergleicht sich und beginnt mehr Seiten an sich zu verstecken.

 

Dabei braucht es für Freundschaft und Verbindung etwas ganz anderes.

 

Denn es sind gerade unsere verletzlichen Seiten, die uns verbinden. Wenn wir sie mit einem guten Freund teilen können fühlen wir uns verbunden. Siehe dazu den Eintrag "Freundschaft und Verletzlichkeit"

 

Soziale Netzwerke versprechen Beziehung, doch im zur Verfügung stellen "virtueller" Beziehung machen sie gleichermaßen süchtig wie einsam.

 

Dazu ein kleiner Film mit dem Titel "The Innovation of Loneliness"

 

 

 

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