Ich war ein Neonazi - jetzt kämpfe ich gegen Rassismus

29.06.2018

"Mir war es egal, ob ich umgebracht werde, es war mir egal, ob sie mich begraben. Für mich war es in Ordnung - als Preis dafür daß ich dazu gehören durfte." Mit dieser Einstellung war T. J. Leiden jahrelang Mitglied einer Neonazi Gruppe in den USA. Alles was gezählt hat, war die Kameradschaft untereinander und die Verbindung im Haß nach außen.

 

Doch als T. J. Leiden einen Sohn bekommen hat, ist er mit sich in Konflikt gekommen und hat sich unangenehme Fragen gestellt. "Ich wollte meinen Sohn nicht begraben. Wenn ich nicht wollte, daß mein Sohn aufwächst und so wird wie ich - was war falsch an meiner Sicht aufs Leben? Was war falsch mit mir?"

 

T. J. hat seine Nazigruppe verlassen und hat dafür mit Morddrohungen gelebt. T.J. hat alle sozialen Kontakte hinter sich gelassen um seinem Sohn ein beschütztes Leben bieten zu können. Und er hat Hilfe gefunden - bei genau den Leuten, die früher seine Feinde waren - die er aber nie wirklich kennengelernt hatte. Heute sind sie seine Freunde.

 

T. J. Leiden ist wieder zum Menschen geworden, weil er Leute gefunden hat, die sich um ihn gekümmert haben. 

Wir lernen zu lieben, indem wir geliebt werden.


Heute führt er ein Leben, in dem er sich dem widmet junge Neonazis aus der Szene raus zu holen.

Menschlich tief beeindruckend.

 

 

 

 

 

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