Ehemaliger Neonazi setzt sich gegen Haß ein

29.06.2018

Christian Piccolini war ein prominenter Vertreter der Neonazi und Alt Right Szene in den USA. Er wurde dreimal aus Schulen rausgeschmissen bevor er von Neonazis angesprochen wurde. Sie haben ihm das Paradies auf Erden versprochen. Daß die Bullies verschwinden werden, daß er eine Familie haben wird, die sich um ihn kümmert, und daß sein Leben Sinn haben wird.

 

Ein Skinhead zu sein gab ihm das Gefühl von Stärke und Zugehörigkeit das ihm sein ganzes Leben gefehlt hat. Zugehörigkeit zu all denen, die nie zugehörig sein durften. Eine Gemeinschaft, die sich nach außen stark mit Haß abgrenzt.

 

Christian Piccolini hat daran mitgewirkt die Neonazi Ideologie in den USA in den mainstream zu transferieren. Neonazis haben begonnen zu studieren, haben Anzüge getragen, um von dort aus die gleiche Botschaft von Rassismus und Abgrenzung zu verbreiten.

 

Im Angesicht seines Sohnes konnte er den Haß nicht mehr aufrecht erhalten.

 

Vor 20 Jahren hat Christian Piccolini "Life after hate" gegründet - eine Gruppe von Leuten die Neonazis darin unterstützt sich aus der Bewegung zu lösen. Diese Leute verstehen, welche unerfüllten Bedürfnisse einen in solche Gruppen reinziehen - und sie kennen die Motivationen, die einen aus solchen Gruppen wieder lösen können.

 

Originalzitat von Christian Piccolini: "The only way to show them there is nothing to hate is to show them that there is something to love."

 

Nur wenn wir den Menschen in seiner Verletztheit sehen, statt ihn zu verurteilen, dienen wir dem Leben. Dort, wo wir verurteilen werden wir dem Anderen in seinem Haß gleich. Wir sehen den Menschen nicht mehr. Es ist sehr beeindruckend jemand wie Christian Piccolini in die Augen zu schauen. Jemand der beide Seiten kennt, und der sich für das Leben entschieden hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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