Das Lied des Lebens

17.04.2018

Vor kurzem habe ich eine Geschichte von einem afrikanischen Stamm gehört, die mich sehr berührt hat. Die Geschichte ist für mich auf eine ganz reine Art  mit dem Leben selber verbunden. Viel möchte ich sonst gar nicht darüber schreiben. Die Geschichte steht für sich.

 

In einem afrikanischen Stamm geht eine Frau, die schwanger werden möchte aus dem Dorf in die Natur und bleibt dort alleine. So lange, bis sie ein Lied empfängt. Dieses Lied ist das Erste, was sie vom neuen Leben empfängt.

 

Wenn die Frau schwanger ist, singt sie dieses Lied für ihr Kind. Das Lied wird gesungen, wenn das Kind auf die Welt kommt und an jedem Geburtstag, jedem Übergangsritual im Leben dieses Menschen. Zuletzt wird es gesungen, wenn der Mensch begraben wird. 

 

Für mich berührt diese Geschichte das, wo wir in der Tiefe zugehörig sind, und wie wir verbunden sind. Es erinnert mich an die Autobiografie von Roald Dahl, dessen Mutter, als sie mit ihm schwanger war jeden Tag irgendwo hingefahren ist, wo es schön war, um das Schöne mit ihrem Kind zu teilen.  All das ist für mich Ausdruck einer Verbundenheit, die keine Worte braucht, die noch nicht mal einen Körper braucht - und doch ist sie wirklich.

 

 

 

 

 

 

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