Die Achtsame Pause

15.01.2018

Im Augenblick sein - das kann recht abstrakt klingen. Man muß sich der Sache erst annähern.

 

Es gibt unzählige Wege mit Achtsamkeit in Kontakt zu kommen. Einer der einfachsten und schönsten ist die "Achtsame Pause".

Sie "stiehlt" mir im Laufe des Tages keine Zeit und ich kann sie faktisch immer und überall machen.

 

Die achtsame Pause hilft uns, uns wieder mit dem jetzigen Augenblick zu verbinden. Insbesondere wenn wir gerade darin gefangen sind über unsere Vergangenheit oder Zukunft nachzudenken, erlaubt uns die Atempause wieder mit dem Kontakt aufzunehmen, was jetzt im Moment passiert. Das entspannt und bringt uns in Kontakt mit unserer eigenen Lebendigkeit.

 

Die Idee ist, daß ich mir irgendwann im Laufe des Tages eine Minute nehme, in der ich ganz einfach "mit allen Sinnen" im Moment bin, in dem ich mich gerade befinde. Was nehmen meine Augen wahr, was höre ich, rieche ich, spüre ich auf der Haut?

 

Der Körper und seine Sinnesorgane sind immer im Jetzt. Der Körper kann sich nicht in der Vergangenheit oder Zukunft befinden. Wenn ich mich mit meinem Atem und meinen Sinneswahrnehmungen verbinde, bin ich automatisch im Jetzt.

 

Die achtsame Pause gehört zu den Dingen in der Achtsamkeit, die eine schnelle Belohnung bringen. Wenn sie gut gelingt, erleben wir den Augenblick sehr intensiv, und sehen die Welt nach dieser Minute tatsächlich mit ein bißchen anderen Augen. Gleichzeitig erleben wir, daß wir uns in der achtsamen Pause selber spüren, obwohl wir nicht bewußt auf uns achten. 

Übung

 

Wähle eine Zeit, in der du etwas machst, was mit einem Ziel verbunden ist. Lesen, Arbeit am Computer, aufräumen, essen - und nimm dir die Zeit, dort eine Pause einzubauen. Fang damit an, das zu unterbrechen, was du gerade tust. Nimm ein paar tiefe Atemzüge, setz dich, und schließe deine Augen. Mit jedem Ausatmen laß alle Sorgen ziehen und alle Gedanken darüber, was du als Nächstes tun wirst. Laß alle Spannungen in deinem Körper ziehen.

 

Jetzt, nimm wahr, was du in der Pause erlebst, wenn du ganz bei ihr bleibst. Welche Empfindungen spürst du in deinem Körper? Fühlst du dich angespannt oder ruhelos, wenn du versuchst dich aus deinem Denken zurückzuziehen? Fühlst du Druck, wieder zu deiner Aktivität zurückzukehren? Kannst du dir einfach erlauben, diese Pause zu nehmen - was auch immer gerade in dir passiert?

 

Eine Minute Achtsamkeit kann erstaunlich viel Ruhe in den Tagesablauf bringen und ist immer ein schönes Erlebnis.

 

Wer sich den Wecker für drei oder 4 achtsame Pausen am Tag stellt, hat noch keine 5 Minuten geopfert, und kann so einen Einstieg darin finden, wie es sich anfühlt ganz im Augenblick zu sein.

 

 

 

 

 

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