Das Paradox der Veränderung

27.12.2017

Das Paradox der Veränderung bezeichnet ein interessantes Phänomen:

 

Wir können uns nur verändern, wenn wir erkennen, daß wir uns nicht verändern können. 

 

Welche Möglichkeit zur Veränderung bleibt dann? Die einzige Möglichkeit uns zu verändern ist die, mehr von dem zuzulassen,

wer wir sind. Die maximale Veränderung erleben wir, wenn wir uns komplett so annehmen können wie wir sind, ohne über etwas 

in uns ein Urteil zu haben, oder einen Anspruch, daß es anders sein müßte, und uns aus diesem Selbstverständnis auch zeigen können 

wie wir sind  - ohne Scham, und ohne Gefühl, daß das was und wie wir sind nicht wertvoll ist.

 

Konflikt mit mir selber und Konflikt im Außen

 

Durch unsere Sozialisation lernen wir oft Gefühle und Persönlichkeitsanteile in uns zu unterdrücken, weil sie in unserer Herkunftsfamilie unsere Zugehörigkeit gefährdet hätten. So entsteht unsere Persönlichkeit. Doch die Gefühle die wir in uns selbst ablehnen bringen uns nicht nur in Konflikt mit uns selbst, sondern auch in Konflikt mit anderen. Personen, die Gefühle und Persönlichkeitsanteile verkörpern die wir in uns ablehnen. Über diese Personen haben wir ein Urteil.

 

Achtsamkeit ist ein Weg auf dem wir Stück für Stück all das was wir verloren haben, was wir abgespalten und verdrängt haben wieder integrieren können. So werden wir wieder zu dem der wir sind.

 

Und je mehr wir werden wer wir sind, desto weniger Konflikt haben wir mit unseren Mitmenschen.

 

Unsere wichtigsten Beziehungen

 

Das Paradox der Veränderung gilt auch für die Beziehung zu unseren Partner, unseren Eltern, unseren Vorgesetzten, unseren Kindern.

 

Nur wenn wir sie in vollem Umfang so annehmen können wie sie sind - ohne Vorwurf und ohne Anspruch, haben sie die Chance

sich so zu zeigen, wie sie sind. 

 

Vorwurf und Anspruch

 

Jeder Vorwurf und jeder Anspruch an einen anderen trennt und führt dazu, daß er einen Teil von sich nicht mehr preisgibt. Der, der einen Vorwurf bekommt, ist es seiner Würde schuldig, sich zurück zu ziehen, und sich nicht mehr im vollen Umfang zu zeigen.

 

Jeder Vorwurf, jedes Urteil und jeder Anspruch an uns selber kostet uns Beziehung zu uns selbst.

 

Jeder Vorwurf, jedes Urteil und jeder Anspruch an unser Gegenüber kostet uns Beziehung im Außen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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