Der Mann und das Holz von Lars Mytting

21.12.2017

Meditieren kann man auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Man kann sich im Wohnzimmer auf ein Meditationspolster setzen, man kann über mehrere Tage eine Weitwanderung machen - man kann mit vielen Beschäftigungen so in den Flow kommen, daß man darin versinkt - in voller Konzentration - und erst nach Stunden wieder auftaucht.

 

Oder anders gesagt, man kann sich einer Sache in der Tiefe widmen, und sie erkunden. Wenn das Ganze dann noch an der Natur passiert, zentriert es und führt uns zu uns selbst. In der Zeit, in der wir im flow sind, ordnen sich Dinge in uns, weil das Unbewußte Zeit hat das was war zu verarbeiten.

 

Der Mann und das Holz von Lars Mytting ist ein Buch, das so in die Welt des Holzes entführt, daß man in ihr versinken kann.

 

Wenn in Skandinavien Männer in Pension gehen, dann kriegen sie oft die Holzkrankheit. Das ist die Beschreibung eines Phänomens, bei dem  die Männer dann stundenlang in Wäldern verschwinden, Holz hacken, Holz schlichten, und verschiedenes Holz zum Einheizen testen. 

 

Also eine echte Männermethode des Meditierens, wenn man so will. Daß man ein ganzes Buch über die Beschäftigung mit Holz schreiben kann, hätte ich mir nicht gedacht. Es wird einem keine Sekunde langweilig - ganz im Gegenteil. Und am Ende des Buches hat sich die Beziehung zu Holz nachhaltig verändert. 

 

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