Ich sage ja, wenn ich nein meine

28.11.2017

Folgender Text ist eine Übersetzung, die ich aus dem Buch The Book of Awakening von Mark Nepo gemacht habe. Dieses Buch ist eine wesentliche Inspiration für diese Homepage gewesen.

 

Ich sage ja, wenn ich nein meine, und die Falten werden mehr.

(Naomi Shobab Nye)

 

Ich habe sehr oft ja gesagt, wenn ich nein meinte, weil ich Angst hatte, anderen nicht zu gefallen. Oder mehr noch, weil ich nicht egoistisch wirken wollte. Ich glaube, das erste Mal als ich geheiratet habe, habe ich ja gesagt, obwohl ich in Wirklichkeit ein nein in mir hatte. Jung und unerfahren darin ich selbst zu sein, stimmte ich zu, ein Fisch auf dem Trockenen zu sein. Nur um niemanden zu enttäuschen oder zu verletzen. Wenig überraschend ist es nicht gut ausgegangen.

 

Wenn wir darin trainiert sind uns selbst zu opfern - wie oft haben wir diesen Dialog in uns: Unsere Leidenschaft fürs Leben sagt ja, ja, ja, und unseren praktischen Erwägungen sagen „sei nicht leichtsinnig, sei realistisch, geh kein Risiko ein." Aber wenn wir lang genug leben, wird uns eines bewusst: Die, die uns wirklich lieben, werden wissend nie verlangen, dass wir anders sind als wir sind.

 

Wenn wir irgendeiner Forderung nachkommen anders zu sein als unsere wahre Natur, werden wir Lebendigkeit verlieren. Welche Beachtung und Anerkennung wir dadurch auch kriegen - unsere Seele wird verkümmern, wenn wir ihr nicht Ausdruck geben.

 

Wenn wir in die Natur schauen und irgendeinem Lebewesen dabei zusehen wie es lebt, stellen wir fest - egal ob Baum, Elch, Schlange, oder Blitz - jede Lebensform hat ihre Lebensenergie, die dadurch zum Ausdruck gebracht wird, was sie ist. 

 

 

 

 

 

 

 

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